Weitere Formen der Hörschädigung

Zu den hier bereits genannten Hörstörungen können noch zahlreiche andere genannt werden. Viele Krankheiten wie Multiple Sklerose, Mumps, verschiedene Tumore oder ein Akustikusneurinom können von einer Beeinträchtigung der Hörfähigkeit begleitet sein. Einige Patienten haben zwar ein funktionierendes Gehör, die Sprache kann aber dennoch nicht verstanden werden, da eine zentrale Schädigung im Gehirn vorliegt. Hier entsteht nur der Eindruck, dass sie schwerhörig sind.

Gewisse Medikamente (ototoxische Medikamente, einige Mittel in der Chemo-Therapie, Mittel gegen Tropenkrankheiten oder sehr starke Antibiotika) können ebenfalls das Innenohr schädigen.

Daher gehört neben einem Test von Hörtechnik auch immer eine Abklärung durch den Hals-Nasen-Ohren-Facharzt dazu. Auch wenn die Krankenkassen bei einer Hörgeräte-Versorgung neuerdings nicht immer den Arztbesuch vorschreiben, ist dennoch eine eingehende Untersuchung durch den Facharzt sinnvoll, damit nicht etwa eine, zwar sehr seltene aber mögliche, beginnende Multiple Sklerose einfach mit einem Hörgerät "gelöst" wird.