![[Hörzentrum Emsland] - Otosklerose [Hörzentrum Emsland] - Otosklerose](uploads/media/toptest_01.jpg)
Möglicher Verlauf der Hörkurve:
Hier sehen Sie rechts einen Verlauf der Hörkurve im Tonaudiogramm. Ein ähnliches Muster des Verlaufs ist bei vielen anderen Betroffenen erkennbar.
Beschreibung:
Die Otosklerose ist die Erkrankung eines Knochens (Steigbügelfußplatte - Verbindung zum Innenohr), der die Hörschnecke umgibt, man nennt ihn Labyrinthkapsel. Die Otosklerose beginnt mit einer Schallleitungsschwerhörigkeit im Mittelohr, da die Steigbügelplatte verkalkt und nicht mehr frei schwingen kann. Später kann die Otosklerose aber auch auf das Innenohr übergehen. In erster Linie sind Frauen (fast doppelt so oft wie Männer) zwischen 20 und 40 Jahren betroffen. Meist beginnt die Otosklerose auf einem Ohr, später kann auch das andere Ohr in Mitleidenschaft gezogen werden. Oft ist die Erkrankung von einem unangenehmen Tinnitus (im Tieftonbereich) begleitet. Nach langer Erkrankungsdauer kann die Otosklerose bis zur Ertaubung führen. Patienten mit Otosklerose können interessanterweise entgegen den anderen Betroffenen oft in geräuschvoller Umgebung besser verstehen als in Stille, da der Hochtonbereich besser ist.
Ursachen:
Die Ursache der Erkrankung ist noch nicht definitiv geklärt. Möglich sind eine erbliche Veranlagung oder auch Virus-Infektionen wie Masern sowie hormonelle Einflüsse. Die Häufigkeit des Beginns der Symptome der Otosklerose oder deren Zunahme bei Schwangerschaften ist hierbei sehr auffällig.
Behandlung:
Mit Medikamenten kann die Otosklerose meist nicht beeinflusst werden. Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit kann, wie schon im Bereich der Mittelohrschwerhörigkeit erwähnt, ein Hörsystem sehr gut angepasst werden. Allerdings wird hierdurch nur das Sprachverstehen verbessert, nicht aber der Verlauf der Krankheit positiv beeinflusst. Sofern vorhanden, kann auch die Innenohrschwerhörigkeit durch ein modernes Hörsystem gelindert werden.
Operativ kann durch einen versierten HNO-Facharzt eine Stapesplastik verwendet werden. Hierbei wird ein Teil des Steigbügels durch ein Titan-Implantat ersetzt. Diese Operation kann die Schalleitungsschwerhörigkeit korrigieren. Ein betroffenes Innenohr kann hierdurch nicht gebessert werden. Auch verbleibt bei dem Eingriff ein Risiko des Ertaubens für den Patienten.